Was steckt hinter unseren Textilien?

Es ist in der heutigen Zeit immer wichtiger zu wissen, was hinter unseren Konsumentscheidungen steckt. Jeder von uns trägt dabei ein kleines Stück Verantwortung, aber als Unternehmen ist es dann um so wichtiger, auch eine Transparenz zu gewährleisten.


Das erste Bindeglied in der Kette ist das Material, aus dem die Kleidungsstücke angefertigt werden. Es ist für Sustopia von essenzieller Bedeutung, ausschließlich nachhaltige Ressourcen und Materialien zu verwenden!

Die Textilindustrie gehört zu den größten Umweltverschmutzern der Welt, wenn man die Nutzung von chemischen Düngemitteln für den Anbau von Monokulturen und die damit entstehenden, meist ungereinigten Abwassermengen betrachtet. Wir setzen ausschließlich auf nachhaltige Materialien. Damit wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Menschen, die bei beim Anbau, der Ernte, der Verarbeitung bis hin zum Träger geschützt werden.

Bio-Baumwolle & recyceltes Polyester

Das am meisten verwendete Material unserer Kleidung ist naturbelassen und somit frei von Gentechnik, chemischen Düngemitteln oder Pesitiziden.

Beim Anbau wird weitaus weniger Wasser verwendet als bei normaler Baumwolle und wird von ebendieser Verschmutzung verschont.

Der Einsatz von Bio-Baumwolle fördert einen Fruchtwechsel, also einen Wechsel zwischen verschiedenen Pflanzen die im Laufe der Zeit auf einem Feld angebaut werden. Das wiederum führt zu gesünderen Böden mit einer höheren Fruchtbarkeit und Feuchtigkeit.

Manche Jacken und Sweater beinhalten um die 15% recyceltes Polyester zwischen Schichten aus Bio-Baumwolle. Das entspricht ca 7 oder 8 recycelten PET Plastikflaschen pro Kleidungsstück.


Das zweite Bindeglied der Kette ist eine faire Produktion. Die Herstellung der Textilien findet unter fairen Bedingungen statt. Es ist daher essentiell, diese Bedingungen stets zu überprüfen und zu verbessern. Dabei gibt es weit mehr als nur einen einzelnen obligatorischen Kontrollbesuch. Dies gilt des Weiteren auch für die Herstellung der Materialien an sich, also beispielsweise beim Anbau der Bio-Baumwolle. Auch hier gilt es, die an der Produktion beteiligten Menschen zu schützen.

Die Kontrolle der Produktion ist unerlässlich, um unseren Ansprüchen von Fairness und Nachhaltigkeit zu genügen. Die Textilien werden in Südasien, Bangladesh produziert und während dies ein oftmals berechtigtes negatives Image besitzt, gibt mehrere Organisationen, die sich den Problemen erfolgreich stellen. Das basiert natürlich nicht nur auf Vertrauen, was uns zu dem nächsten Abschnitt bringt.

GOTS bedeutet „Global Organic Textile Standard Label“ und ist das strikteste Zertifikat für Textilien aus organischen Fasern. Die komplette Produktionskette wird dabei kontrolliert und in Betracht gezogen, vom Anbau zur Ernte, vom Weben der Fasern bis zum fertigen Produkt und dessen Versand.

Darüber hinaus garantiert es die Einhaltung der von der International Labor Organisation ( ein Organ der UN) aufgegeben Standards für Arbeitsbedingungen.

Das Siegel der Fair Wear Foundation ist nicht einfach zu erhalten und es bringt vier zentrale Elemente mit sich, die eine Marke ethischer und somit nachhaltiger transformieren.

„Brand Performance Checks“, bei denen jährlich begutachtet wird, wie die Marke bzw. das Unternehmen Probleme mit ihren Zulieferern identifiziert, beurteilt und löst.

Weiterhin führt die Organisation Werksbesichtigungen durch, um sicherzustellen, das ihre hohen Ansprüche auch umgesetzt werden. Überdies gibt es eine Telefon Hotline, bei der sich die Angestellten jederzeit anonym melden können um ihre Beschwerden zu äußern.

Vor Ort werden darüber hinaus Schulungen durchgeführt. Arbeiter und Management werden dabei mit den grundlegenden Standards vertraut gemacht, die alle Bereiche, wie vernünftigen Arbeitszeiten und faire Löhne, umfassen.

Für alle Textilien gilt: keinerlei Versuche von Materialien, Bestandteilen, Formulas oder Produkten an Tieren durchgeführt. Weiterhin sind alle Textilien zu 100% aus veganen Materialien hergestellt, so dass mit absoluter Sicherheit kein Tier bei der Fertigung zu Schaden gekommen ist.

Das „Global Recycled Standard“ Label zertifiziert die Wiederverwendung recycelter Produkte für die verwendeten Materialien. Polyester wird aus Plastikflaschen und Baumwolle aus Schnittmenge gewonnen.

Darüber hinaus garantiert es die Einhaltung von Kriterien wie die Einhaltung von fairen Arbeitsbedingungen, der Verzicht von toxischen Zusatzstoffen sowie die korrekte Behandlung von Abwasser.

Neben den Kontrollorganen der Fair Wear Foundation oder dem GOTS ist auch unser Textilproduzent Stanley/Stella selbst in der Einhaltung fairer und nachhaltiger Standards engagiert.

Hierfür haben sie für ihre 5 Betriebe in Bangladesh ein 19-köpfiges Team in Dhaka, das täglich Kontrollen an den entsprechenden Standorten durchführt.

Alle OEKO-Tex Produkte werden von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf Schadstoff-Rückstände geprüft.

Dies bedeutet, dass alle Produkte frei von sowohl gesetzlich verbotenen als auch nicht-reglementiertierten gesundheitsschädlichen Schadstoffen sind. So dürfen zum Beispiel keine Pestizide, in den Textilien gefunden werden.

Es wird überdies getestet, ob die pH-Werte hautfreundlich sind und dabei berücksichtigt, über welche Wege Schadstoffe in den Körper gelangen können (Haut, Atmung, etc.).


Organic Content Standard 100 (OCS 100) und Organic Content Standard Blended (OCS Blended) gelten für jedes Non-Food-Produkt, das 5-100% organisches Material enthält. Sie überprüfen das Vorhandensein und die Menge von organischem Material innerhalb eines Endproduktes. Darüber hinaus verfolgt der OCS den Weg des Rohmaterials von der Quelle bis zum fertigen Produkt.