Oktober 13, 2020

Madagaskar

Die große Insel vor der Küste Afrikas ist Heimat von mehr als 200.000 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten. Viele von ihnen existieren ausschließlich dort, was von der Einzigartigkeit Madagaskars zeugt. Leider wurden hier bereits mehr als 90% der Wälder zerstört, woraus der Verlust des Lebensraums kompletter Tierarten resultiert. Die einst so zahlreichen Mangrovenwälder können nun die Insel nicht mehr ausreichend vor der Ausbreitung des Meeres schützen. Darüber hinaus wurde den Einheimischen die Möglichkeit zur landwirtschaftlichen Nutzung ihrer Heimat genommen. Sie können nun nicht mehr von ihrem Land leben.

Nur 10% der Wälder Madagaskars verbleiben.

 

Eden Reforestation Projects begann seine Arbeit in Madagaskar im Jahre 2007 mit der Aufforstung der ökologisch verwüsteten Mangrovenarme im Nordwesten des Landes. Mangrovenwälder sind als essenzielle Ökosysteme zu betrachten: Ihre sich in der Erde fest verankernden Wurzeln beugen Erosionen in den Küstengebieten vor. Überdies bilden die Wälder in ihrer Gesamtheit eine Art Mauer zwischen dem unbeständigen Meer und dem Festland. Was ursprünglich als Projekt der Mangrovenaufforstung begann, entwickelte sich schließlich zu der Integration einheimischer Laubbaumarten im Jahre 2012.

Eden Reforestation Projects umfasst überdies zwei Nationalpark-Systeme, die der Aufforstung und Wiederbelebung von natürlichen Habitaten bedrohter, einheimischer Tierarten dient. 

Mangrovenwälder an der Küste

Die dichten Mangroven dienen dem Schutz vor Stürmen, Überflutungen und Erosion. Sie sind wichtige Lebensräume für Flora und Fauna. So können beispielsweise Fische und andere aquatische Lebenwesen in ihrem Dichten Wurzelnetzwerk sichere Rückzugsorte und Nahrung finden. Darüber hinaus verbessern die Bäume die Qualität des Meeres sowie auch der Korallenriffe, was ebenfalls den dort lebenden Tieren und somit auch der lokalen Fischerei bzw. den Menschen vor Ort zugutekommt.

Laubwälder im Innland

Sowohl im Ankarafantsika National Park als auch im Nordwesten des Innlands werden tropische, trockene Laubbäume gepflanzt, die beispielsweise Heimat von 8 gefährdeten Lemurenarten sind. Der Lemur gehört mit zu den seltensten Säugetieren der Erde und nennt die Wälder Madagaskar sein zu Hause. Mehr als die Hälfte aller Lemurenspezies ist vom Aussterben bedroht. In den letzten 2000 Jahren – seitdem die Menschen begannen Madagaskar zu besiedeln – sind bereits 15 Arten ausgestorben. Die zwei Hauptgründe für das Aussterben sind Wilderei und Waldzerstörung. Während die Wälder mit dem Ziel des Kohlegewinns abgeholzt werden, klammern sich die Lemuren wortwörtlich an ihren letzten Hoffnungszweig und kämpfen ums Überleben. 

 

Zahlreiche Lemurenarten sind vorm Aussterben bedroht. Edens Projekte helfen beispielsweise beim Schutz der Mongozmaki, der Kronensifaka und der Rotstirnmaki.

Eden nimmt sich dieser Problematik an und kämpft für die Aufforstung der Wälder Madagaskars. Ihre „Employ-to-plant“-Methode fokussiert die Kooperation mit Einheimischen, die fachlich an die Waldaufforstung herangeführt werden. Dies hat zweierlei Vorteile: Es wird nicht nur zu der Aufforstung des Waldes beigetragen, sondern der Arbeitsmarkt profitiert von mehreren Ausbildungs- und Arbeitsstätten für die Einheimischen, die so ihr zu Hause retten können. Eden vermeidet so ein Abhängigkeitsverhältnis der lokalen Arbeiter: Sie erhalten die Chance die Früchte ihrer Arbeit selbst zu ernten, zu genießen und unterdessen ihr Land zu retten. Bis heute wurden somit über 178 Millionen Bäume auf Madagaskar von Edens einheimischen Arbeitern gepflanzt, was pro Tag in etwa 1000 Bäume sind.

In diesem Video von Eden Reforestation Projects kannst du einen Blick auf die Arbeit in Madagaskar werfen.

 

Auch du kannst einen Teil dazu beitragen, unserer Erde ihr verlorenen Wälder wiederzugeben. Unterstütze eine Organisation wie Eden Reforestation Projects oder schau im Shop von Sustopia vorbei. Wir bieten nachhaltige und fair produzierte Kleidung, bei deren Kauf ein Teil der Erlöse dazu verwendet wird, 15 neue Bäume zu pflanzen. 

Flo

 

 

 

 



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